Terrasse mit Betonplatten© jalag-syndication.deTerrasse mit Betonplatten

XXL-Betonplatten verlegen

Großformatige Platten mit einer Größe von bis zu 100 x 100 cm sind der neue Terrassen-Trend. Dabei liegt der Fokus nicht unbedingt auf Naturstein, sondern eher auf pflegeleichten Betonböden, die von ihren „echten“ Verwandten kaum zu unterscheiden sind.


„Umbriano“ von Metten Stein + Design© jalag-syndication.de„Umbriano“ von Metten Stein + DesignZoom

„Umbriano“ von Metten Stein + Design

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„Umbriano“ von Metten Stein + Design

Modernes Design Durch ein spezielles Oberflächenverfahren erhalten die anthrazitfarbenen Betonplatten „Umbriano“ von der Firma Metten Stein + Design eine natürlich anmutende Maserung, sodass jede Platte zum Unikat wird. Die Platten sind in vielen unterschiedlichen Abmessungen erhältlich.

Großformatige Verlegeplatten sind die S-Klasse für die Terrasse: schön, wertig, für die Ewigkeit gemacht. Früher Spielzeug für Architekten, sind sie heute beim Eigenheimbesitzer angekommen. Wer ein zeitgemäßes Pflaster verlegen möchte, greift dabei zu pflegeleichten Betonplatten mit einer schmutzabweisenden Oberfläche, wie etwa „Umbriano“ von Metten Stein + Design.

Diese Platten besitzen das Erscheinungsbild einer natürlichen Steinmaserung sowie ungefaste Kanten. Diese beiden Komponenten lassen die Platten (fast) wie echten Stein wirken. Die Platten wurden übrigens 2011 mit dem „iF product design award“ ausgezeichnet.

Die edle Ware haben wir einmal in 100 x 100 cm großen und 8 cm dicken Platten verarbeitet. In dieser Plattenstärke sind aber noch fünf weitere Maße erhältlich, die sich auch untereinander kombinieren lassen.

Terrasse vorher© jalag-syndication.deTerrasse vorherZoom

Terrasse vorher

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Terrasse vorher

Vorbereitungen für die Plattenverlegung

Vor der eigentlichen Plattenverlegung steht die Vorbereitung des Untergrunds. Dieser muss für eine sichere Verlegung tragfähig und frostsicher sein. Wechseln Sie nur den Belag aus, so dürfen Sie wohl davon ausgehen, dass der Unterbau und die Tragschicht so weit okay sind, und Sie brauchen nur ein entsprechendes Ausgleichsbett aufzubringen. Da sich aber wahrscheinlich die Terrassengröße ausweiten wird, sind meist auch Unterbau und Tragschicht neu anzulegen beziehungsweise zu ergänzen.

Der Unterbau muss eine wasserdurchlässige, plane Fläche mit Gefälle zur Entwässerung oder Drainage sein. Darauf wird eine etwa 15 bis 20 cm dicke Tragschicht aus verdichtungsfähigem und wasserdurchlässigem Kies oder Splitt (Betonmineralgemisch 0–32 mm) aufgebracht. Anschließend muss diese Schicht maschinell verdichtet (abgerüttelt) werden. Schon dabei müssen Sie beachten, dass die Tragschicht ein Gefälle von mindestens zwei Prozent aufweist. Dieses Gefälle muss auch später beim Verlegen der Bodenplatten eingehalten werden. Zuoberst wird noch das 3 bis 7 cm starke Ausgleichsbett aus geeignetem Material, wie etwa speziellen Verlegesand mit der Körnung 0/2 (Sandkörner der Größe 0 bis 2 mm) oder 0/4, aufgeschüttet. Dann geht es ans Verlegen …

  1. Pflastersteine entfernen© jalag-syndication.dePflastersteine entfernenZoom

    Alte Pflastersteine werden am besten mit einer Spitzhacke hochgenommen. Betonplatten lassen sich mit einem Plattenheber abtransportieren.

  2. Fläche abstecken© jalag-syndication.deFläche absteckenZoom

    Da die neue Terrasse aufgrund der Plattenmaße ihre Größe verändert, wird die Grundfläche ermittelt und mit Schnureisen und Band abgesteckt.

  3. Grassoden hochnehmen© jalag-syndication.deGrassoden hochnehmenZoom

    Entlang der gespannten Schnur werden die Grassoden mit einem Spaten abgestochen und mit einer Schaufel hochgenommen.

  1. Aufbau Untergrund© jalag-syndication.deAufbau UntergrundZoom

    Die Tragschicht sollte zwischen 15 und 20 cm dick sein und aus einem Betonmineralgemisch bestehen. Die dünnere Ausgleichsschicht aus Verlegesand der Körnung 0/2 sollte mindestens 3 cm hoch sein, aber eine Dicke von 7 cm nicht übersteigen, weil der Untergrund sonst zu weich wird.

  2. Ausgleichsschicht aufbringen© jalag-syndication.deAusgleichsschicht aufbringenZoom

    Mit der Schubkarre wird die Ausgleichsschicht mit der Körnung 0/2 oder 0/4 zunächst grob aufgebracht.

  3. Sand verteilen© jalag-syndication.deSand verteilenZoom

    Der Sand wird mit der Schaufel nach Augenmaß verteilt. Schon in diesem Arbeitsschritt sollte man immer wieder prüfen, ob die Schicht bereits hoch genug ist oder vielleicht schon zu viel daliegt. Letzteres könnte später zum Problem werden, weil sich die schweren Terrassenplatten auf zu viel Sand leichter setzen und dann schräg stehen.

  4. Fläche verdichten© jalag-syndication.deFläche verdichtenZoom

    Mit einem Rüttler (im Fachjargon Vibrationsplatte genannt) wird die gesamte Fläche verdichtet.

  5. Furche ziehen© jalag-syndication.deFurche ziehenZoom

    Die zwei Eisenstangen mit rundem Querschnitt benötigen Sie, um die Fläche mit einem Gefälle von zwei Prozent exakt abzuziehen und zu nivellieren. Das Gefälle selbst wird mit zwei gespannten Richtschnüren links und rechts der Fläche markiert. Ziehen Sie nun mit der Schaufel eine den Stangen entsprechend lange Furche, in die sie dann oberflächenbündig hineingelegt werden.

  6. Sand glatt streichen© jalag-syndication.deSand glatt streichenZoom

    Mit der Schaufel über die Stangen ziehen, um den Sand glatt zu streichen.

  7. Fläche abziehen© jalag-syndication.deFläche abziehenZoom

    Ein Richtscheit oder eine Wasserwaage dient zum Abziehen der Flächen.

  8. Eisenstangen hochnehmen© jalag-syndication.deEisenstangen hochnehmenZoom

    Ist die Fläche mit dem Gefälle ausgerichtet, werden die Eisenstangen wieder hochgenommen und ...

  9. Abdruck füllen© jalag-syndication.deAbdruck füllenZoom

    ... der entstandene Abdruck mit Sand aufgefüllt.

Christian Timmermann© jalag-syndication.deChristian TimmermannZoom

Christian Timmermann

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Christian Timmermann

Unser Experten-Tipp: Christian Timmermann von Heymann GARDEN ART Hamburg

Um das notwendige Gefälle von zwei Prozent herzustellen und dieses auch konsequent über die gesamte Fläche durchzuhalten, ist es notwendig, mit Richtschnüren zu arbeiten. Legen Sie die spätere Terrassenhöhe fest, rechnen die Plattendicke herunter und spannen dann, ausgehend vom Haus, jeweils links und rechts von der zu nivellierenden Fläche eine exakt waagerechte Schnur. Danach senken Sie die Richtschnur vom Haus weg je 1 Meter Länge um 2 cm ab. So erhalten Sie ein 2%iges Gefälle!


Terrasse mit Betonplatten© jalag-syndication.deTerrasse mit BetonplattenZoom

Terrasse mit Betonplatten

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Terrasse mit Betonplatten

Terrassen mit einer starken Persönlichkeit

Ist die Fläche glatt abgezogen und mit dem Gefälle versehen, kann die Verlegung beginnen. Dabei sollten Sie auf das Gewicht der verschiedenen Plattenwaren achten und sich vorher über die Verlegemöglichkeiten informieren. Bedenken Sie, dass eine 100 x 100 cm große Platte (so wie wir sie hier verbauten) 180 Kilogramm wiegt! Zur Verlegung empfehlen wir Ihnen daher einen kleinen Mietbagger mit Greifzange für die großformatigen Platten, den man sich sogar bis vor die Haustür liefern lassen kann.


Einen Minibagger bekommen Sie hier:

  1. BauRent: www.baurent.com

  2. HKL: www.hkl-baumaschinen.de

  3. Mietprofi: www.mietprofi.de

  4. Zeppelin Rental: www.zeppelin-rental.de

  5. Wacker rental: www.wackergroup.de

  1. Platten bewegen© jalag-syndication.dePlatten bewegenZoom

    Wer auf einen Minibagger verzichten will, bewegt die großen Platten vorsichtig mit einer Transportkarre.

  2. Platten ablegen© jalag-syndication.dePlatten ablegenZoom

    Auf alten Autoreifen lassen sich die Platten prima ablegen (beim Reifenhändler nachfragen und eventuell für einen kleinen Betrag nur leihen).

  3. Platten in Position bringen© jalag-syndication.dePlatten in Position bringenZoom

    Mit einem Minibagger und der passenden Greifzange werden die Platten in Position gebracht.

  4. Stoßwerkzeug: Eisenbaum© jalag-syndication.deStoßwerkzeug: EisenbaumZoom

    Die Feinarbeit muss jedoch mit Muskelkraft bewältigt werden. Ein sogenannter Eisenbaum (Metallstange mit größerem Kloben an der Spitze) bringt genug Masse mit, um als Stoßwerkzeug eingesetzt zu werden.

  5. Holzstück zum Schutz© jalag-syndication.deHolzstück zum SchutzZoom

    Ein kräftiges Holzstück schützt die Platten vor einer Beschädigung.

  6. Verlegehammer© jalag-syndication.deVerlegehammerZoom

    Wo der Eisenbaum an seine Grenzen stößt, wird ein Verlegehammer (schwerer Hammer mit Gummikappe) eingesetzt, um die Platten an ihren Bestimmungsort zu manövrieren.

  7. Ausgleichsbett© jalag-syndication.deAusgleichsbettZoom

    Reihe für Reihe wird verlegt. Da man während des Verlegens das bereits erstellte Ausgleichsbett durchschreitet, muss es immer wieder ausgebessert und die Fläche neu abgezogen werden.

  8. Ausgleichsbett kontrollieren© jalag-syndication.deAusgleichsbett kontrollierenZoom

    Mithilfe einer Wasserwaage/eines Richtscheits und eines Zollstocks kontrollieren Sie die Höhe des Ausgleichbetts, ...

  9. Platten verlegen© jalag-syndication.dePlatten verlegenZoom

    ... bevor die nächste Platte verlegt wird.

  10. Fugen einschlämmen© jalag-syndication.deFugen einschlämmenZoom

    Die Fugen werden mit einem Einkomponenten-Pflaster-Fugenmörtel eingeschlemmt.

  11. Betonplatten wässern© jalag-syndication.deBetonplatten wässernZoom

    Der Mörtel ist nach dem Abbinden hart, fest und unkrautresistent.

Christian Timmermann© jalag-syndication.deChristian TimmermannZoom

Christian Timmermann

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Christian Timmermann

Unser Experten-Tipp: Christian Timmermann von GARDEN ART

Die großen 1-x-1-m-Betonplatten haben ein mächtiges Gewicht und lassen sich nur mit Mühe umstapeln. Planen Sie daher genau, wo und ob Sie die Platten ablegen. Ich empfehle Ihnen, die Platten auf alten Autoreifen direkt neben dem späteren Verlegeort abzusetzen. Das schont durch die dämpfende Wirkung einerseits die Platte vor Bruch, und man kann so auch später für die Verlegung besser unter die Platte greifen.


Machbar: das Verlegen von kleineren Platten

Wem die großen 1-x-1-m-Betonplatten zu schwer sind, kann auf die etwas kleineren, aber nicht uninteressanteren Plattenmaße umschwenken. Die verwendeten „Umbriano“- Platten gibt es ja auch in handlichen Formaten, und die lassen sich auch im Alleingang leicht verlegen. Allerdings ist hier zu beachten, dass man die kleineren Formate nicht wie bei den großen und schweren Platten mit einer Kreuzfuge verlegt. Das hätte nämlich zur Folge, dass die Platten nach einiger Zeit zu kippeln beginnen. Merke: Diese Formate werden im sogenannten versetzten Verband verlegt!

  1. Erste Reihe legen© jalag-syndication.deErste Reihe legenZoom

    Bereiten Sie den Untergrund vor, begrenzen Sie die Ränder mit gespannten Richtschnüren, und legen Sie die erste Reihe beginnend mit einer vollen Platte. Die zweite Reihe wird dann um eine halbe Platte versetzt gelegt – es entsteht ein versetzter Verband.

  2. Platten aneinanderlegen© jalag-syndication.dePlatten aneinanderlegenZoom

    Die handlichen Platten werden mit einer Fuge von 3 bis 5 mm aneinandergelegt.

  3. Abstandshalter© jalag-syndication.deAbstandshalterZoom

    Die Abstandshalter an den Kanten der Platten sorgen dafür, dass ein Mindestmaß an Abstand zueinander bewahrt wird.

  4. Schnittlinie einzeichnen© jalag-syndication.deSchnittlinie einzeichnenZoom

    Um die halben Platten exakt zuzuschneiden, legen Sie die ganze Platte in den Verband an die Stelle, an der sie auch später verbaut werden soll, und zeichnen Sie mithilfe einer Wasserwaage oder eines Richtscheits die Schnittlinie an.

  5. Platten zuschneiden© jalag-syndication.dePlatten zuschneidenZoom

    Mit einem Stein-Trennschleifer (Mietgerät) werden die Platten dann zugeschnitten.

  6. Verlegte Fläche© jalag-syndication.deVerlegte FlächeZoom

    Das kommt dabei raus: eine perfekt verlegte Fläche.

Platten

Die hier eingesetzten hochwertigen Betonplatten sind neben der gezeigten Farbe Grau-Anthrazit noch in drei weiteren Farben erhältlich: Beige-Braun, Granitbeige und Granitgrau-Weiß. Die 8 cm starken Platten gibt es in fünf beziehungsweise sechs verschiedenen Abmessungen: 25 x 25 cm, 37,5 x 25 cm, 50 x 25 cm, 50 x 50 cm, 100 x 50 cm (nur Grau-Anthrazit) und 100 x 100 cm. Die Platten lassen sich somit untereinander vielfältig kombinieren und zu interessanten Verlegemustern zusammensetzen. Darüber hinaus bekommt man die Platten noch in einer Stärke von 5 cm in den Größen 25 x 25 cm, 50 x 25 cm und 50 x 50 cm.

SELBER MACHEN 04/2012

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